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WICK Sulagil Halsspray
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WICK Sulagil Halsspray
Art.Nr.:
03536333
Packungsinhalt:
15 ml Dosieraerosol
Abgabehinweis:
Rezeptfrei
Produkt von:
Procter & Gamble GmbH
Reimport:
nein
Abholbereit in:
< 24 Std. (Mo-Fr) - Info erfolgt
Verfügbarkeit:
1000
Statt*: 10,97 EUR
Ihr Preis 8,40 EUR
56,00 EUR pro 100ml

inkl. 19 % MwSt.zzgl. Gebühr
Wirkungsweise
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?

Durch die Kombination der verschiedenen Wirkstoffe werden mehrere Effekte erreicht: Cetylpyridinium wirkt desinfizierend. Dequalinium schädigt Erreger wie Bakterien, indem es die Druchlässigkeit der Zellwände erhöht und so die Erreger schädigt oder abtötet. Lidocain ist ein Lokalanästhetikum, d.h. es betäubt die Schleimhautoberfläche, wirkt so lokal gegen den Schmerz.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika wie Articain, Bupivacain, Lidocain, Mepivacain, Prilocain, Ropivacain)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
- Das Arzneimittel enthält in geringen Mengen Alkohol, sollte deshalb von Alkoholikern gemieden werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Perubalsam und Zimt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

Für das Arzneimittel sind nur Nebenwirkungen beschrieben, die bisher nur in Ausnahmefällen aufgetreten sind.

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Halsschmerzen im Verlauf von Erkältungskrankheiten
- Entzündungen im Mund- und Rachenraum, die durch Bakterien verursacht sind


Was ist das? - Definition
Eine Erkältungskrankheit ist eine Infektionskrankheit der oberen Luftwege, das heißt von Nase, Rachen und Luftröhre. Sie wird meist durch Viren ausgelöst und heilt in der Mehrzahl der Fälle nach einem typischen, häufig fieberlosen Verlauf nach etwa einer Woche vollständig aus.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Grippaler Infekt
 - Common Cold
 - Akute respiratorische Erkrankung
 - Akute Bronchitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Erkältungskrankheit wird meistens durch Viren, vor allem durch die so genannten Rhinoviren, in seltenen Fällen durch Bakterien ausgelöst. Die Symptome, wie z.B. Husten und Schnupfen, beginnen bereits einen, spätestens jedoch vier Tage nach der Ansteckung. Übertragen werden die Erreger über direkten Kontakt, zum Beispiel durch Händeschütteln. Oder sie werden durch Niesen in die Luft geschleudert und suchen sich so ein neues Opfer. Für das gehäufte Auftreten von Erkältungskrankheiten in den kalten Jahreszeiten gibt es Gründe: Zum einen werden die Schleimhäute der oberen Atemwege reflektorisch weniger durchblutet, wenn vor allem die Füße kurzfristig unterkühlt sind. Zum anderen trocknet die Schleimhaut durch die Heizungsluft leicht aus. Beides führt dazu, dass die Viren im Nasen-Rachen-Bereich leichter in den Körper eindringen können.
Da es von den Viren unzählige Unterarten gibt, muss sich ein erwachsener Mensch im Durchschnitt etwa drei- bis viermal pro Jahr mit immer wieder verschiedenen Erregern auseinandersetzen und kann dabei jedesmal aufs Neue erkranken.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Erste Anzeichen einer Erkältungskrankheit sind Frösteln, Halskratzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Es folgen meist Schnupfen, bei dem zunächst die Nase sehr stark "läuft" und später "verstopft", Husten, Heiserkeit und Schluckbeschwerden. Gelenk- und Gliederschmerzen sind häufig und typisch für eine Infektion mit Viren. Fieber dagegen ist oft nicht vorhanden oder klingt, wenn es auftritt, meist nach ein bis zwei Tagen wieder ab.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Etwa eine Woche braucht der Körper um die Erreger in Griff zu bekommen. Das heißt, dass auch die Symptome nach etwa einer Woche abgeklungen sein sollten. Dauern sie länger an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Verläufe mit ungewöhnlich starken Muskel- und Gelenkschmerzen, mit starken Halsschmerzen, Fieber über 38,5347 C oder Fieber, das länger als zwei Tage dauert, deuten auf eine Virusgrippe oder eine zusätzliche Infektion mit Bakterien hin und gehören ebenfalls in ärztliche Behandlung.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Zu unterscheiden ist die Erkältungskrankheit von einer Virusgrippe. Diese kann zwar ähnlich wie eine Erkältung verlaufen und wird deshalb oft als Grippe nicht erkannt. Sie kann aber auch weitaus schwerere Verlaufsformen annehmen und gehört in dem Fall unbedingt ärztlich behandelt.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Im Anfangsstadium der Erkältung können warme Fuß- oder Erkältungsbäder helfen. Dadurch wird reflektorisch eine Durchblutungssteigerung der Nasen- und Rachenschleimhaut erreicht, wodurch die Viren eventuell noch abgewehrt werden können.
 - Viel trinken, etwa zwei bis drei Liter Wasser, Kräutertee oder Vitaminsaft pro Tag; der Schleim wird dadurch flüssiger und löst sich besser.
 - Erkältungstees: Mischungen mit Holunder- und Lindenblüten wirken schweißtreibend, somit leicht fiebersenkend, Fenchel löst den Schleim. Honig im Tee unterstützt die schleimlösende Wirkung.
 - Ätherische Öle von Kamille, Salbei, Thymian, Menthol, oder Eukalyptus vermitteln das Gefühl einer freien Nase. Sie können als Erkältungs- oder Dampfbäder inhaliert oder als Balsam eingerieben werden. Vorsicht: Bei Säuglingen und Kleinkindern kann mit Menthol ein Atemstillstand ausgelöst werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach für Kinder geeignete Zubereitungen.
 - Dampfbäder: Heißes Wasser zusammen mit ätherischen Ölen in eine große Schüssel gießen, etwas abkühlen lassen, den Kopf darüber beugen, am besten mit einem Handtuch über Kopf und Schüssel, und inhalieren. Die Dämpfe fördern die Durchblutung der Schleimhäute und unterstützen so die Abwehr.
 - Die Feuchtigkeit in der Raumluft sollte hoch sein.
 - Nasenduschen mit Salzlösungen verflüssigen den Schleim. Entsprechende Behälter und Salzlösungen gibt es in der Apotheke.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Mehrle, Augenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 8.Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Die Grippe ist eine durch bestimmte Viren, den Influenzaviren, ausgelöste Infektionskrankheit der oberen Luftwege, das heißt von Nase, Rachen und Luftröhre. Meist verläuft sie wie eine Erkältungskrankheit, doch kann es manchmal zu Komplikationen kommen, in seltenen Fällen sogar mit tödlichem Ausgang.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Influenza
 - Epidemische Grippe

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst. Sie können ihr Aussehen verändern, weshalb sich der Körper immer wieder mit neuen Unterarten auseinandersetzen muss. Grippeviren sind hochansteckend, können sogar über die Luft übertragen werden. So kann sich jeden Winter eine neue Grippewelle über weite Gebiete ausbreiten - die so genannten Grippeepidemien, benannt meist nach dem Ort ihres ersten Auftretens. Von der Ansteckung bis zur Erkrankung vergehen etwa ein bis fünf Tage.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Erste Krankheitsanzeichen sind wie bei der Erkältungskrankheit Frösteln, Schnupfen, Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen. Im Unterschied zur Erkältungskrankheit steigt das Fieber jedoch meist bis 38,5347 C und höher. Glieder- und vor allem Muskelschmerzen sind ausgeprägter. Der Husten ist meist trocken. Falls es zu Auswurf kommt, kann dieser blutig sein. Eine begleitende Bindehautentzündung und Beschwerden des Magen-Darmtraktes treten bei der Grippe häufiger auf als bei einer Erkältung. Verläuft eine vermutete Erkältung mit ungewöhnlich starken Muskel- und Gelenkschmerzen, mit Fieber über 38,5347 C oder länger als zwei Tage anhaltendem Fieber, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
In 80 % der Fälle ist die Grippe kaum von einer Erkältung zu unterscheiden und heilt nach etwa einer Woche folgenlos aus. Gefürchtet, und weitaus häufiger als bei einer Erkältung, sind jedoch schwere Verlaufsformen mit Entzündungen der tieferen Atemwege und der Lunge, des Herzmuskels, der Hirnhäute, des Mittelohres und der Nebenhöhlen. Betroffen sind Risikogruppen, wie ältere Menschen, Kleinkinder, Säuglinge und Menschen, die durch eine meist chronische Erkrankung, wie Diabetes oder ein Herzleiden in ihrer Abwehr geschwächt sind. Bei ihnen können sich die Viren über die oberen Luftwege hinaus ausbreiten oder Bakterien ansiedeln, die zusätzliche Infektionen auslösen. Menschen, die einer Risikogruppe angehören, ist zu empfehlen sich schon im Vorfeld der "Erkältungssaison" über eine Grippeimpfung beraten lassen.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Viel trinken, etwa zwei bis drei Liter Wasser, Kräutertee oder Vitaminsaft pro Tag; zum einen wird der Schleim zum Abhusten flüssiger, zum anderen braucht der Körper Flüssigkeitsersatz bei Fieber.
 - Ätherische Öle von Kamille, Salbei, Thymian, Menthol, oder Eukalyptus vermitteln das Gefühl einer freien Nase. Sie können als Erkältungs- oder Dampfbäder inhaliert oder als Balsam eingerieben werden. Vorsicht: Bei Säuglingen und Kleinkindern kann mit Menthol ein Atemstillstand ausgelöst werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach für Kinder geeignete Zubereitungen.
 - Die Feuchtigkeit in der Raumluft sollte hoch sein.
 - Verordnete Bettruhe sollte unbedingt eingehalten werden. Es besteht leicht die Gefahr sich selbst zu überschätzen und damit Organe, wie zum Beispiel das Herz, zu schädigen.

Bearbeitungsstand: 27.07.2012

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Halsschmerzen sind stechende, brennende oder ziehende Schmerzen in der Halsregion, die bis zum Ohr ausstrahlen können. Sie können sowohl zeitweise als auch dauernd bestehen, nur beim Schlucken, oder davon unabhängig auftreten.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Schluckschmerzen
 - Schluckbeschwerden
 - Dysphagie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Durch Entzündungen schwellen die Schleimhäute an, was das Schmerzempfinden auslösen kann. Verstärkend wirken oftmals gereizte, zum Teil auch offene Stellen.
Bestehen Engstellen im Rachenraum oder der Speiseröhre, erschweren diese den Schluckvorgang und führen damit zu Schmerzen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Am häufigsten sind entzündliche Veränderungen die Ursache für Hals- und Schluckbeschwerden. Häufig sind es Entzündungen des Rachens und der Mandeln. Doch können die Entzündungsherde zum Beispiel auch im Kehlkopf, am Mundboden oder in der Zunge liegen.
Weitaus seltener können Tumoren, die die Nahrungspassage zwischen Mund und Speiseröhre behindern, zu Schluckbeschwerden führen. Zu unterscheiden sind dabei reine Schluckschmerzen von Schmerzen bei Schluckhindernissen. Diese erschweren das Schlucken und führen somit zu Beschwerden, die oft mit Würgereiz und Erbrechen kombiniert sind.
Halsschmerzen, die länger anhalten oder mit Fieber verbunden sind, sollten von einem Arzt behandelt werden. Tritt beim Schlucken das Gefühl auf, ein Hindernis überwinden zu müssen, sollte auf alle Fälle ein Arzt die Ursache abklären.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Bei entzündungsbedingten Halsschmerzen gilt:
 - Viel trinken.
 - Gurgeln mit Salbei-Zubereitungen, sei es als abgekühlter Tee oder verdünnte Tinktur.
 - Gurgeln mit lauwarmen Kamillentee oder fertigen Kamille-Zubereitungen aus der Apotheke.


Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Heiserkeit macht sich als eine Störung der Stimme bemerkbar. Sie kommt zustande, wenn die Stimmbänder in ihrer Schwingung behindert werden.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Dysphonie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Im Kehlkopf sind zwei Bänder, die Stimmbänder oder Stimmlippen, von vorne nach hinten in der Form eines umgedrehten "V" gespannt. Die aus der Lunge ausströmende Luft versetzt die Stimmbänder in Schwingungen. Dadurch entsteht ein Ton und somit die Stimme. Die Stimmbänder sind hinten an zwei beweglichen Knorpelstücken befestigt. Durch eine Veränderung der Knorpelstellung können die Bänder unterschiedlich gespannt oder die Ritze zwischen ihnen verstellt werden. Die Stimme kann so verschiedene Tonhöhen und Färbungen annehmen.
Sind die Schwingungen behindert, klingt die Stimme rau oder krächzend, also heiser, oder fällt ganz aus. Dafür gibt es viele Ursachen:
 - Entzündungen oder Überbeanspruchung können die Stimmbänder anschwellen lassen oder zu schleimigen Auflagerungen führen.
 - Wucherungen können die Schwingung behindern.
 - Nervenschädigungen können sich auf die Ritzenöffnung oder die Spannung der Bänder auswirken.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Meist ist eine Heiserkeit harmlos und bildet sich von selbst zurück. Am häufigsten steckt eine Entzündung ausgelöst durch Bakterien oder Viren (Kehlkopfentzündung), oder eine Reizung, zum Beispiel durch Zigarettenrauch, dahinter. Chronische Überbelastung, vor allem bei Berufsgruppen wie Lehrer oder Pfarrer, kann die Stimme schnell heiser werden lassen. Die Stimmbänder selbst sind dabei meist in Ordnung, jedoch in ihrer Funktion gestört. Sie gehen quasi in Schonhaltung. Dasselbe Phänomen kann bei psychischen Belastungen auftreten.
Zu länger anhaltender Heiserkeit kann es durch gut- und bösartige Tumoren kommen. Die Tumoren können als Wucherungen auf den Stimmbändern selbst sitzen.
Nervenschädigungen, die die Stimmbänder in ihrer Funktion stören, können durch sehr viele, zum Teil sehr ernst zu nehmende Krankheiten ausgelöst werden: Tumoren, Schilddrüsenvergrößerungen und Ausbuchtungen der Aorta, die auf den Nerv drücken, Nervenerkrankungen, Verletzungen im Halsbereich, wie nach einer Operation und noch vieles mehr.
Eine Heiserkeit, die länger als ein bis zwei Wochen andauert, sollte auf jeden Fall von einem Arzt abgeklärt werden.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Stimmschonung.
 - Rauchverbot.
 - Vermeiden von Alkohol und scharfen Gewürzen.
 - Warme Getränke.
 - Heiße Halsumschläge bei entzündungsbedingter Heiserkeit.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von einer Mandelentzündung spricht man, wenn eine oder beide Rachenmandeln (Tonsillen) entzündet sind. Auslöser sind meist Bakterien, vor allem die so genannten Streptokokken, bei Kindern manchmal auch Viren. Wird die Heilung verschleppt, kann die Krankheit in ein chronisches Stadium übergehen. Das heißt, die Entzündung dauert länger als drei Monate und kann gefährliche Folgekrankheiten auslösen.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Tonsillitis
 - Angina tonsillaris
 - Angina lacunaris

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Meist im Rahmen einer allgemeinen Infektion der oberen Luftwege (grippaler Infekt) entzünden sich der Rachenraum und die Mandeln. Die Erstinfektion geht oft sogar von Viren aus und die Bakterien, die die "eigentliche" Mandelentzündung ausmachen, siedeln sich dann erst in der Folge an. Ursache können aber auch akute Erkrankungen, wie Masern, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Scharlach sein.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Entzündung der Mandeln durch Bakterien führt meist zu plötzlichem, hohem Fieber. Der Erkrankte fühlt sich sehr krank und "schlapp". Vor allem Kinder haben keinen Appetit mehr. Oft sind die Lymphknoten im Kinn- und Halsbereich geschwollen. In der Mundhöhle sieht man vergrößerte, stark gerötete Mandeln, auf denen gelbliche Eiterstippchen oder -streifen zu sehen sind. Zäpfchen und Gaumen sind ebenfalls gerötet. Im schweren Verlauf können sich die Mandeln so stark vergrößern, dass durch die verengten Atemwege Luftnot entsteht.
Im Gegensatz dazu sind bei einer Mandelentzündung, die durch Viren hervorgerufen ist, die Lymphknoten am Kinnwinkel und hinter den Ohren kaum angeschwollen. Die Mandeln sind hochrot, aber nicht belegt.
Im chronischen Verlauf fehlt oft das Fieber, die übrigen Krankheitszeichen können abgeschwächt vorhanden sein.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Der Arzt muss nachsehen, meist durch einen Abstrich, welche Krankheitserreger die Mandelentzündung ausgelöst haben. Während die Mandelentzündung, ausgelöst durch Viren, innerhalb von 1 bis 2 Wochen von alleine vergeht, muss gegen die Bakterien das "schwere Geschütz" der Antibiotika aufgefahren werden. Innerhalb von einem Tag, nachdem das erste Antibiotikum gegeben wurde, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Trotzdem sollte noch für weitere 10 Tage Bettruhe eingehalten werden. Wenn mehr als dreimal im Jahr eine eitrige Mandelentzündung auftritt, besteht die Gefahr, dass die Mandeln andauernd entzündet sind. Diese chronisch entzündeten Mandel können als Entzündungsherd schwere Krankheiten, wie z.B. Herzklappenentzündungen, auslösen. In manchen Fällen ist eine operative Entfernung der Mandeln (Tonsillektomie) die einzige Möglichkeit den Infektionsherd zu entfernen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Krankheiten wie Masern, Scharlach, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Diphtherie können ähnliche Krankheitsgefühle auslösen und können nur durch den Arzt und mit Laboruntersuchungen unterschieden werden.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Viel trinken, etwa zwei bis drei Liter Wasser, Kräutertee oder Vitaminsaft pro Tag; der Schleim wird dadurch flüssiger und löst sich besser.
 - Wadenwickel helfen, das Fieber zu senken.
 - Heiße Milch mit Honig trinken.
 - Keine Zigaretten, kein Alkohol, keine scharfen Gewürze.
 - Bettruhe.
 - Leichte, vitaminreiche Kost.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von einer Rachenentzündung spricht der Arzt, wenn die Schleimhaut zwischen Gaumen und Mandeln infiziert und schmerzhaft gerötet ist. Auslöser sind meist Viren, manchmal kommt später noch eine Entzündung mit Bakterien hinzu. Wird die Heilung verschleppt, kann die Krankheit in ein chronisches Stadium übergehen, das heißt die Entzündung dauert länger als drei Monate an, und kann dann gefährliche Folgekrankheiten auslösen.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Pharyngitis
 - Rachenkatarrh

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Meist im Rahmen einer allgemeinen Infektion der oberen Luftwege (grippaler Infekt) entzündet sich der Rachenraum. Obwohl die Rachenentzündung zuerst fast immer von Viren verursacht wird, können sich in der Folge auch Bakterien ansiedeln. Ursache können auch akute Erkrankungen, wie Masern oder Scharlach sein. Eine chronische Erkrankung kann durch eine andauernde Reizung durch Staub, Chemikalien, trockener Luft aus Klimaanlagen oder übermäßigen Nikotin- und Alkoholgebrauch ausgelöst werden.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Erste Anzeichen sind die Symptome einer Erkältungskrankheit, wie Fieber, Heiserkeit, Kratzen und Brennen im Rachen, Hustenreiz, Räusperzwang. Das Schlucken schmerzt und die Hinterwand des Rachens ist gerötet. Manchmal überzieht ein glasig-schleimiger Belag den Rachen und das Zäpfchen. Oft sind die Lymphknoten im Kinn- und Halsbereich geschwollen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Sollten sich die Krankheitszeichen nach drei bis vier Tagen nicht gebessert haben, dann sollte ein Arztbesuch nicht aufgeschoben werden. Der Arzt wird durch eine Laboruntersuchung feststellen, welcher Erreger die Entzündung hervorgerufen hat und danach auch die Behandlung ausrichten. Zudem wird er gefährliche Krankheiten mit ähnlichen Symptomen ausschliessen. Oft entzünden sich die Mandeln mit (Tonsillitis, Angina). Fehlen die Mandeln, kann sich eine so genannte Seitenstrangangina entwickeln.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Schluckbeschwerden können natürlich bei Verbrennungen und Verbrühungen bzw. sonstigen Verletzungen (Fischgräte) im Rachenbereich auftreten. Auch Krankheiten wie Masern, Scharlach, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Diphtherie können ähnliche Krankheitsgefühle auslösen. Ausgeschlossen werden sollten auch knöcherne Veränderungen an der Halswirbelsäule, wie Bandscheibenschäden, Gleitwirbel oder Brüche.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Viel trinken, etwa zwei bis drei Liter Wasser, Kräutertee oder Vitaminsaft pro Tag; der Schleim wird dadurch flüssiger und löst sich besser.
 - Warme oder auch kalte Halswickel
 - Heiße Milch mit Honig trinken
 - Pastillen und Tees aus Pflanzenextrakten wie Salbei, Thymian und Spitzwegerich helfen gegen die Schluckbeschwerden.
 - Keine Zigaretten, kein Alkohol, keine scharfen Gewürze
 - Bettruhe
 - Mit Salbeitee oder Salzlösugen inhalieren
 - Leichte, vitaminreiche Kost.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Die Epiglottitis ist eine heute seltene, aber lebensgefährliche bakteriell bedingte Entzündung des Kehldeckels, eines Teils des Kehlkopfes. Betroffen sind meist Kinder im Kindergarten- oder Grundschulalter.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Laryngitis supraglottica
 - Akute phlegmonöse Epiglottitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Der Kehlkopf liegt im unteren Rachenraum. Er besteht aus mehreren Knorpelanteilen. Der größte ist besonders bei Männern als so genannter Adamsapfel am Hals zu erkennen. Innerhalb des Kehlkopfskelettes befinden sich die Stimmbänder. Nach oben ist der Kehlkopf durch den Kehldeckel, die Epiglottis begrenzt.
Unterhalb des Kehlkopfes beginnt die Luftröhre und direkt hinter der Luftröhre liegt die Speiseröhre. Wenn wir schlucken, muss sich der Kehldeckel schließen, damit die Luftröhre abgedichtet ist und keine Speiseteile hineinrutschen können.
Beim Atmen dagegen muss der Kehldeckel natürlich geöffnet sein, damit die Luft in die Lunge und wieder zurück gelangen kann.
Ist der Kehldeckel entzündet, schwillt er an und wird unbeweglicher. Er deckt also die Luftröhre ständig, je nach Schwellung, mehr oder weniger ab und die Betroffenen können entsprechend schlechter atmen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Erkrankung beginnt mit Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Meist weigern sich die Kinder deswegen, etwas zu essen. Innerhalb weniger Stunden verschlechtert sich der Allgemeinzustand und es tauchen folgende teils gefährliche Symptome auf:
 - Die Kinder entwickeln Fieber das rasch ansteigt, sie sind insgesamt schwerkrank.
 - Der Kehldeckel schwillt rasch an, deshalb ist beim Einatmen ein pfeifendes Geräusch, dem so genannten Stridor, zu hören.
 - Die Sprache verändert sich, sie wird kloßig, es hört sich an, als hätten die Kinder "eine heiße Kartoffel im Mund".
 - Die Entzündung im Rachenraum, verbunden mit den Schluckbeschwerden, führt zur vermehrten Ansammlung von Speichel im Mund.
 - Da die Beschwerden im Liegen schlimmer sind, sitzen die Kinder lieber.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Epiglottitis verschlimmert sich sehr rasch. Ohne Therapie kann es innerhalb weniger Stunden zum Tod durch Ersticken kommen. Deshalb sollten die Kinder sofort mit dem Notarzt in die nächste Kinderklinik gebracht werden. Dort müssen sie meist künstlich beatmet und mit Antibiotika behandelt werden. Diese Behandlung führt in der Regel zur raschen Besserung. Die Kinder sind meist nach wenigen Tagen wieder gesund.

Was kann sonst noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Kinder klagen sehr oft über Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden. Nur in wenigen Fällen steckt eine gefährliche Erkrankung dahinter. Nicht umsonst gilt auch in der Medizin der Grundsatz: Häufiges ist häufig und Seltenes ist selten.
 - Die im Kindesalter häufigste Ursache für eine Kehlkopfentzündung ist der Pseudokrupp. Es handelt sich um eine durch Viren ausgelöste Entzündung, die auch zu Atembeschwerden und Ähnlichem führen kann. Sie verläuft aber in der Regel viel harmloser als die Epiglottitis.
 - Bei Kindern, die plötzlich über Schluckbeschwerden, verbunden mit Atemnot klagen, sollte immer auch an einen verschluckten Fremdkörper, z.B. ein kleines Spielzeug, gedacht werden.

Verhaltenstipps
 - Damit schlimme Erkrankungen schnell erkannt werden, sollte bei hoch fiebernden und schwer kranken Kindern immer ein Arzt zu Rate gezogen werden.
 - Das Bakterium, welches eine Epiglottitis auslösen kann, heißt Hämophilus influenza B. Mit der so genannten HiB-Impfung können Erkrankungen, welche dieses Bakterium auslöst verhindert werden. Man impft die Kinder schon im Säuglingsalter. Die Impfung wird in Kombination mit anderen Kinderschutzimpfungen verabreicht und ist sehr gut verträglich.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Thews, Mutschler, Vaupel, Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen, WVG, (2007), 5. Aufl. - Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Gruber, Christoph; Gruber Sarah, Pädiatrie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 2. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Aphthen sind nichtansteckende Erkrankungen der Mundschleimhaut. Die weißlichen Bläschen können Linsengröße erreichen und sind meist sehr schmerzhaft.

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Die genaue Ursache ihrer Entstehung ist unklar. Viren sind wahrscheinlich nicht beteiligt. Jedoch können verschiedene Infekte dazu führen, dass in Folge Aphthen auftreten. Da die Bläschen sich oft zusammen mit Verdauungsstörungen oder während der Monatsblutung bilden, werden bestimmte Nahrungsmittel und hormonelle Schwankungen als Auslöser diskutiert.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Aphthen treten in Schüben auf. Die 1-5 mm großen Bläschen kommen einzeln oder in geringer Zahl (2-3) an der Wangenschleimhaut, der Zunge, dem Gaumen oder dem Zahnfleisch vor. Sie verursachen starke Schmerzen und können bewirken, dass die regionalen Lymphknoten, also vor allem die im Halsbereich, anschwellen. Zu Fieber kommt es meist nicht. Besonders häufig sind Aphthen auf einer entzündeten Mundschleimhaut anzutreffen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Die Bläschen heilen nach ein bis drei Wochen ohne Narben ab. In vielen Fällen kommt es aber zu kurzfristigen Rückfällen. Zum Teil treten Aphthen über Jahrzehnte hinweg in regelmäßigen Abständen auf. Bei mangelnder Mundhygiene können sich die betroffenen Hautstellen mit Bakterien infizieren.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Auf Grund ihres ähnlichen Aussehens werden Aphthen häufig mit Herpesbläschen verwechselt. Diese werden durch so genannte Herpesviren ausgelöst. Im Unterschied zu den Aphthen, die einzeln vorkommen, bilden sich Herpesbläschen in großer Zahl. Falls Patienten neben Schmerzen auch über Fieber, verstärkten Speichelfluss, Mundgeruch und ein allgemeines Krankheitsgefühl klagen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die genaue Ursache zu klären.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Aphthen mehrmals täglich mit einem Wattestäbchen betupfen, das mit einem schmerzbetäubenden Gel aus der Apotheke versehen ist. Auch Kamillenauszüge sind geeignet.
 - Um eine Infektion der Bläschen mit Bakterien zu vermeiden, ist auf eine sorgfältige Mundhygiene zu achten. Dazu können auch desinfizierende Lösungen zum Spülen verwendet werden.
 - Mundspülungen mit Kamillentee oder fertigen Kamille-Zubereitungen fördern die Heilung.

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Halsschmerzen sind stechende, brennende oder ziehende Schmerzen in der Halsregion, die bis zum Ohr ausstrahlen können. Sie können sowohl zeitweise als auch dauernd bestehen, nur beim Schlucken, oder davon unabhängig auftreten.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Schluckschmerzen
 - Schluckbeschwerden
 - Dysphagie

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Durch Entzündungen schwellen die Schleimhäute an, was das Schmerzempfinden auslösen kann. Verstärkend wirken oftmals gereizte, zum Teil auch offene Stellen.
Bestehen Engstellen im Rachenraum oder der Speiseröhre, erschweren diese den Schluckvorgang und führen damit zu Schmerzen.

Was kann dahinter stecken? - Mögliche Krankheitsbilder
Am häufigsten sind entzündliche Veränderungen die Ursache für Hals- und Schluckbeschwerden. Häufig sind es Entzündungen des Rachens und der Mandeln. Doch können die Entzündungsherde zum Beispiel auch im Kehlkopf, am Mundboden oder in der Zunge liegen.
Weitaus seltener können Tumoren, die die Nahrungspassage zwischen Mund und Speiseröhre behindern, zu Schluckbeschwerden führen. Zu unterscheiden sind dabei reine Schluckschmerzen von Schmerzen bei Schluckhindernissen. Diese erschweren das Schlucken und führen somit zu Beschwerden, die oft mit Würgereiz und Erbrechen kombiniert sind.
Halsschmerzen, die länger anhalten oder mit Fieber verbunden sind, sollten von einem Arzt behandelt werden. Tritt beim Schlucken das Gefühl auf, ein Hindernis überwinden zu müssen, sollte auf alle Fälle ein Arzt die Ursache abklären.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
Bei entzündungsbedingten Halsschmerzen gilt:
 - Viel trinken.
 - Gurgeln mit Salbei-Zubereitungen, sei es als abgekühlter Tee oder verdünnte Tinktur.
 - Gurgeln mit lauwarmen Kamillentee oder fertigen Kamille-Zubereitungen aus der Apotheke.


Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Entzündungen sind Abwehrreaktionen des Körpers auf schädigende Einflüsse. Eine Mundschleimhautentzündung geht meist auf örtliche Reizungen oder Infektionen mit Viren zurück. Sie tritt häufig gemeinsam mit einer Zahnfleischentzündung auf.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Stomatitis
 - Mundentzündung
 - Mundfäule (Stomatitis ulcerosa)

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Mundschleimhautentzündungen können sehr unterschiedliche Gründe haben. Sie treten sowohl unabhängig von anderen Krankheiten als auch als Begleiterkrankungen auf. Meist gehen sie auf mechanische Verletzungen der Mundhöhle, Druckstellen durch schlecht sitzende "dritte" Zähne oder eine ungenügende Mundhygiene zurück. Bei Menschen mit einem angeschlagenen Immunsystem können Viren, wie zum Beispiel die Herpesviren, die Entzündung auslösen.
Eine Mundschleimhautentzündung kann aber auch als Begleitsymptom von Hautkrankheiten oder schweren Infektionskrankheiten (Lungenentzündung, Masern, AIDS) auftreten. In manchen Fällen geht sie auf eine Erkrankung des Bluts (Leukämie) oder auf Vergiftungen mit Schwermetallen (Blei, Wismut, Quecksilber oder Arsen) zurück.
Sollten also neben den typischen Entzündungsmerkmalen noch andere Symptome auftreten, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Durch Entzündungen versucht der Körper, schädigende Reize zu beseitigen. Dazu wird das betroffene Gewebe stärker durchblutet, wodurch es sich rötet und anschwillt. Auch die Temperatur steigt an. Häufig treten Schmerzen auf. Eine Entzündung der Mundschleimhaut verläuft nach dem gleichen Muster: Die entzündete Schleimhaut ist gerötet und geschwollen, der Speichelfluss verstärkt. Beim Essen und Trinken können Schmerzen auftreten.
Sind Viren die Verursacher, entstehen auf der Schleimhaut kleine Bläschen, die rasch platzen und flache, runde Wundflächen hinterlassen. Bei schwererem Verlauf können sich Geschwüre bilden. Handelt es sich um so genannte Herpes-simplex-Viren, bilden sich auf der gesamten Mundschleimhaut bis zu linsengroße Bläschen, die sich oft auch auf den Lippen und dem Naseneingang ausbreiten.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Auf eine konsequente Zahn- und Mundhygiene achten.
 - Schlecht sitzende "dritte" Zähne vom Zahnarzt anpassen lassen.
 - Örtliche Druckstellen mit Tinkturen oder Gelen behandeln, die entzündungshemmende Pflanzenauszüge (Kamille) oder schmerzbetäubende Wirkstoffe enthalten.
 - Mundhöhle mit Kamillenextrakt, Salbeiauszügen oder gelösten Aluminiumsalzen spülen.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von einer Mandelentzündung spricht man, wenn eine oder beide Rachenmandeln (Tonsillen) entzündet sind. Auslöser sind meist Bakterien, vor allem die so genannten Streptokokken, bei Kindern manchmal auch Viren. Wird die Heilung verschleppt, kann die Krankheit in ein chronisches Stadium übergehen. Das heißt, die Entzündung dauert länger als drei Monate und kann gefährliche Folgekrankheiten auslösen.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Tonsillitis
 - Angina tonsillaris
 - Angina lacunaris

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Meist im Rahmen einer allgemeinen Infektion der oberen Luftwege (grippaler Infekt) entzünden sich der Rachenraum und die Mandeln. Die Erstinfektion geht oft sogar von Viren aus und die Bakterien, die die "eigentliche" Mandelentzündung ausmachen, siedeln sich dann erst in der Folge an. Ursache können aber auch akute Erkrankungen, wie Masern, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Scharlach sein.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Entzündung der Mandeln durch Bakterien führt meist zu plötzlichem, hohem Fieber. Der Erkrankte fühlt sich sehr krank und "schlapp". Vor allem Kinder haben keinen Appetit mehr. Oft sind die Lymphknoten im Kinn- und Halsbereich geschwollen. In der Mundhöhle sieht man vergrößerte, stark gerötete Mandeln, auf denen gelbliche Eiterstippchen oder -streifen zu sehen sind. Zäpfchen und Gaumen sind ebenfalls gerötet. Im schweren Verlauf können sich die Mandeln so stark vergrößern, dass durch die verengten Atemwege Luftnot entsteht.
Im Gegensatz dazu sind bei einer Mandelentzündung, die durch Viren hervorgerufen ist, die Lymphknoten am Kinnwinkel und hinter den Ohren kaum angeschwollen. Die Mandeln sind hochrot, aber nicht belegt.
Im chronischen Verlauf fehlt oft das Fieber, die übrigen Krankheitszeichen können abgeschwächt vorhanden sein.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Der Arzt muss nachsehen, meist durch einen Abstrich, welche Krankheitserreger die Mandelentzündung ausgelöst haben. Während die Mandelentzündung, ausgelöst durch Viren, innerhalb von 1 bis 2 Wochen von alleine vergeht, muss gegen die Bakterien das "schwere Geschütz" der Antibiotika aufgefahren werden. Innerhalb von einem Tag, nachdem das erste Antibiotikum gegeben wurde, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Trotzdem sollte noch für weitere 10 Tage Bettruhe eingehalten werden. Wenn mehr als dreimal im Jahr eine eitrige Mandelentzündung auftritt, besteht die Gefahr, dass die Mandeln andauernd entzündet sind. Diese chronisch entzündeten Mandel können als Entzündungsherd schwere Krankheiten, wie z.B. Herzklappenentzündungen, auslösen. In manchen Fällen ist eine operative Entfernung der Mandeln (Tonsillektomie) die einzige Möglichkeit den Infektionsherd zu entfernen.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Krankheiten wie Masern, Scharlach, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Diphtherie können ähnliche Krankheitsgefühle auslösen und können nur durch den Arzt und mit Laboruntersuchungen unterschieden werden.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Viel trinken, etwa zwei bis drei Liter Wasser, Kräutertee oder Vitaminsaft pro Tag; der Schleim wird dadurch flüssiger und löst sich besser.
 - Wadenwickel helfen, das Fieber zu senken.
 - Heiße Milch mit Honig trinken.
 - Keine Zigaretten, kein Alkohol, keine scharfen Gewürze.
 - Bettruhe.
 - Leichte, vitaminreiche Kost.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage - Herold, Innere Medizin, Herold, (2011)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Beim Mundsoor handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Mundschleimhaut, die durch Hefepilze, meist Candida albicans, hervorgerufen wird. Sie tritt hauptsächlich bei Menschen auf, deren Abwehrkräfte geschwächt sind.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Candidose
 - Candidiasis
 - Hefemykose

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Der Hefepilz Candida albicans gehört zu Krankheitserregern, deren Befall nicht in jedem Fall zu einer Erkrankung führt. Der Pilz kommt häufig unbemerkt in der Haut oder im Magen-Darmtrakt vor ohne Beschwerden zu verursachen. Erst bei geschwächten Abwehrkräften kommt es zu einer Infektion.
Eine schlechte Abwehrlage kann durch Krankheiten, z.B. Zuckerkrankheit oder ein fortgeschrittenes AIDS Stadium, aber auch durch Chemo- oder Strahlentherapie oder durch eine lange Antibiotikatherapie hervorgerufen werden. Auch bei kleinen Kindern ist häufig das körpereigene Abwehrsystem noch nicht stark genug, so dass es zu Mundsoor kommen kann.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Hauptsymptome sind Brennen in Mund und Rachen sowie Schluckbeschwerden. Die Mundschleimhaut ist gerötet und von weißen Fleckchen, die zu einem Belag zusammenfließen können, bedeckt. Dieser Belag reicht möglicherweise bis in die Speiseröhre. Er sitzt mäßig fest auf der Schleimhaut; beim Ablösen kommt es meist zu einer Blutung.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Der Mundsoor ist durch Mundspülen und Pinseln mit einer entsprechenden Lösung gut zu behandeln. Es ist jedoch wichtig, dass der Arzt feststellt, ob es sich tatsächlich um eine Infektion mit Candida albicans handelt.
Bei massivem Befall und schlechter Abwehrlage besteht die Gefahr, dass die Pilze direkt in den Blutkreislauf resorbiert werden und es zu einem Befall des Lymphsystems und der Blutgefäße kommt. Eine gründliche und ausreichend lange Behandlung ist deshalb unbedingt erforderlich.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Zum Einen kann der Befall mit einigen Bakterien, Viren oder Parasiten ganz ähnliche Symptome hervorrufen. Zum Anderen äußert sich eine bestimmte Fehlbildung der Mundschleimhaut durch weißliche Veränderungen.
Die genaue Diagnose kann nur der Arzt stellen.

Bearbeitungsstand: 23.07.2012

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Moll, Dermatologie, (2010), 7. Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Von einer Rachenentzündung spricht der Arzt, wenn die Schleimhaut zwischen Gaumen und Mandeln infiziert und schmerzhaft gerötet ist. Auslöser sind meist Viren, manchmal kommt später noch eine Entzündung mit Bakterien hinzu. Wird die Heilung verschleppt, kann die Krankheit in ein chronisches Stadium übergehen, das heißt die Entzündung dauert länger als drei Monate an, und kann dann gefährliche Folgekrankheiten auslösen.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Pharyngitis
 - Rachenkatarrh

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Meist im Rahmen einer allgemeinen Infektion der oberen Luftwege (grippaler Infekt) entzündet sich der Rachenraum. Obwohl die Rachenentzündung zuerst fast immer von Viren verursacht wird, können sich in der Folge auch Bakterien ansiedeln. Ursache können auch akute Erkrankungen, wie Masern oder Scharlach sein. Eine chronische Erkrankung kann durch eine andauernde Reizung durch Staub, Chemikalien, trockener Luft aus Klimaanlagen oder übermäßigen Nikotin- und Alkoholgebrauch ausgelöst werden.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Erste Anzeichen sind die Symptome einer Erkältungskrankheit, wie Fieber, Heiserkeit, Kratzen und Brennen im Rachen, Hustenreiz, Räusperzwang. Das Schlucken schmerzt und die Hinterwand des Rachens ist gerötet. Manchmal überzieht ein glasig-schleimiger Belag den Rachen und das Zäpfchen. Oft sind die Lymphknoten im Kinn- und Halsbereich geschwollen.

Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Sollten sich die Krankheitszeichen nach drei bis vier Tagen nicht gebessert haben, dann sollte ein Arztbesuch nicht aufgeschoben werden. Der Arzt wird durch eine Laboruntersuchung feststellen, welcher Erreger die Entzündung hervorgerufen hat und danach auch die Behandlung ausrichten. Zudem wird er gefährliche Krankheiten mit ähnlichen Symptomen ausschliessen. Oft entzünden sich die Mandeln mit (Tonsillitis, Angina). Fehlen die Mandeln, kann sich eine so genannte Seitenstrangangina entwickeln.

Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Schluckbeschwerden können natürlich bei Verbrennungen und Verbrühungen bzw. sonstigen Verletzungen (Fischgräte) im Rachenbereich auftreten. Auch Krankheiten wie Masern, Scharlach, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Diphtherie können ähnliche Krankheitsgefühle auslösen. Ausgeschlossen werden sollten auch knöcherne Veränderungen an der Halswirbelsäule, wie Bandscheibenschäden, Gleitwirbel oder Brüche.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Viel trinken, etwa zwei bis drei Liter Wasser, Kräutertee oder Vitaminsaft pro Tag; der Schleim wird dadurch flüssiger und löst sich besser.
 - Warme oder auch kalte Halswickel
 - Heiße Milch mit Honig trinken
 - Pastillen und Tees aus Pflanzenextrakten wie Salbei, Thymian und Spitzwegerich helfen gegen die Schluckbeschwerden.
 - Keine Zigaretten, kein Alkohol, keine scharfen Gewürze
 - Bettruhe
 - Mit Salbeitee oder Salzlösugen inhalieren
 - Leichte, vitaminreiche Kost.

Bearbeitungsstand: 21.11.2011

Quellenangaben:
Hahn, Kaufmann, Schulz, Suerbaum, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer, (2009), 6.Auflage - Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist das? - Definition
Als Zungenentzündung werden zahlreiche entzündliche Veränderungen der Zungenoberfläche bezeichnet. Ihre Ursachen sind vielfältig. Häufig lassen sie sich keinem bestimmten Krankheitsbild zuordnen.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Glossitis

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Auslöser sind meist örtliche Reizungen durch scharfe Zahnkanten, Zahnstein oder durch verschiedene Metall-Legierungen, die bei einer Zahnsanierung verwendet wurden. Häufig werden die gereizten Stellen noch zusätzlich durch Bakterien infiziert.
Zungenentzündungen treten aber auch als Folge von Allgemeinerkrankungen auf. Vitaminmangel (Vitamin A, B, C) und Eisenmangel zählen ebenso dazu wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder Erkrankungen der Leber. Psychische Einflüsse können ebenfalls eine Rolle spielen. So kann Zungenbrennen auch Zeichen einer nicht erkannten Depression sein. Bei Entzündungen der Zunge, die länger als ein bis zwei Wochen andauern, sollte die Ursache daher von einem Arzt abgeklärt werden.
Die Symptome einer Zungenentzündung können sich zudem bei Allergien (z. B. bei Nahrungsmittelallergien) ausbilden. Sie treten dann meist zusammen mit einem Spannungsschmerz auf.

Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Durch Entzündungen versucht der Körper, schädigende Einflüsse zu beseitigen. Dazu wird das betroffene Gewebe stärker durchblutet, wodurch es sich rötet und anschwillt. Auch die Temperatur steigt an. Häufig treten Schmerzen auf. Eine Zungenentzündung verläuft nach dem gleichen Muster. Die Zungenschleimhaut, vor allem an der Spitze und an den Rändern der Zunge ist stark gerötet und geschwollen. Meist kommt es zu Zungenbrennen und Schmerzen. Auch Geschmacks- und Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Taubsein können auftreten.

Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Mechanische Reizungen durch den Zahnarzt ausschalten lassen.
 - Mundspülen mit Kamille. Die Wirkstoffe der Kamille hemmen und lindern die Entzündung.
 - Auf eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung achten.
 - Scharfe Speisen und Getränke sowie Nikotin vermeiden.
 - Weiche Speisen bevorzugen.

Bearbeitungsstand: 22.11.2011

Quellenangaben:
Nagel, Gürkov, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Elsevier (Urban & Fischer), (2009), 2. Auflage - Brunkhorst, Schölmerich, Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie, Elsevier (Urban & Fischer), (2010), 1. Auflage

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Kinder von 6-12 Jahren2-3 Sprühstößebis zu 4mal täglichbei Auftreten von Beschwerden
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene2-3 Sprühstößebis zu 6mal täglichbei Auftreten von Beschwerden
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Sprühen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Stelle(n) im Hals und Rachen ein.
Oder: Sprühen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Stelle(n) der Mundschleimhaut auf.

Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 5 Tage anwenden. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 0,14 ml Spray = 1 Sprühstöße.

Wirkstoffstoff 0,56 mg Lidocain hydrochlorid-1-Wasser
entspricht 0,45 mg Lidocain
Wirkstoffstoff 0,17 mg Cetylpyridinium chlorid-1-Wasser
entspricht 0,16 mg Cetylpyridinium chlorid
entspricht 0,14 mg Cetylpyridinium-Kation
Wirkstoffstoff 0,042 mg Dequalinium chlorid
entspricht 0,036 mg Dequalinium-Kation
Hilfstoff + Wasser, gereinigtes
Hilfstoff 22,4 mg Ethanol 96% (V/V)
Hilfstoff + Macrogol 300
Hilfstoff 14,6 mg Propylenglycol
Hilfstoff + Glycerol
Hilfstoff + Macrogollaurylether
Hilfstoff 0,6 mg Benzylalkohol
Hilfstoff 0,38 mg Pfefferminzöl
Hilfstoff + Saccharin natrium-2-Wasser
Hilfstoff + Anethol
Hilfstoff 0,14 mg Zimtaldehyd
Hilfstoff 0,048 mg Levomenthol
Hilfstoff 0,048 mg Nelkenöl

Warnhinweis: enthält 20 Vol.-% Alkohol.

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